Der vergangene Freitag bescherte der Feuerwehr Bergisch Gladbach einen arbeitsreichen Nachmittag und Abend, wo das breite Spektrum der unterschiedlichsten Aufgaben der Feuerwehr deutlich wurden.

Kurz nach 12 Uhr wurde die hauptamtliche Wache Nord zu einem Rohrbruch einer Wasserleitung in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach alarmiert. Die Arbeit der Feuerwehr beschränkte sich auf die Sicherung der Einsatzstelle. Der Stördienst der GEW RheinEnergie wurde hier tätig.

Gegen 15:30 Uhr wurde die Unterstützung der Feuerwehr Wipperfürth im Oberbergischen Kreis erforderlich. Bei einem Gefahrguteinsatz wurden zusätzliche Chemikalienschutzabzüge benötigt. Diese wurden mit dem Gerätewagen Logistik an die Einsatzstelle in Wipperfürth verbracht.

Gegen 17 Uhr wurde bei einem Rettungsdiensteinsatz in der Gemeinde Kürten die Drehleiter bei der Feuerwache Süd bei der Rettung einer Person benötigt.

Um 17:21 Uhr kam es in der Theodorstraße im Stadtteil Hebborn nach einem Verkehrsunfall zu auslaufenden Betriebsmitteln, die von der den Einsatzkräften der Feuerwache Nord abgestreut wurden.

Gegen 17:30 Uhr wurde die Drehleiter der Feuerwache Nord im Stadtteil Herrenstrunden eingesetzt um eine Katze von einem Baum zu retten. Die Anrufer teilten mit, dass sich die Katze bereits seit 2 Tagen auf dem Baum befinden solle. Nach Eintreffen der Feuerwehr bekam die Katze aber offensichtlich so großen „Respekt“ vor der Einsatzkräften und stieg selbständig vom Baum. Um 18:10 Uhr wurde die Drehleiter wieder zu einem Tierrettungseinsatz im Stadtteil Sand von Bergisch Gladbach eingesetzt. Hier konnte die Drehleiterbesatzung eine Katze aus ihrer Zwangslage in einer Dachrinne befreien. Die Katze konnte wohlbehalten an den Eigentümer übergeben werden.

Um 18:55 Uhr wurden erneut die Kräfte der Feuerwache Nord zu einem Türöffnungseinsatz in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach alarmiert. Sie verschafften so den notwenigen Zutritt des Rettungsdienstes in eine Wohnung.

Gegen 19:30 Uhr kam es in Bergisch Gladbach zu einem kurzen aber heftigen Gewitterschauer. Der Deutsche Wetterdienst hatte rechtzeitig vor auftretenden Gewittern mit Starkregen gewarnt. Aufgrund der Wassermengen kam es im Bereich der Hauptstraße in der Stadtmitte zu einigen Überschwemmungen durch Regenwasser. Nach kurzer Zeit suchte sich das Oberflächenwasser aber seinen Weg in die Kanalisation.

An lediglich zwei Stellen an der Hauptstraße sammelte sich so viel Wasser, dass dieses mit technischen Mitteln abgepumpt werden musste. Es waren auch Kellerräume betroffen. Der Rufdienst des Kanalbauamtes der Stadt Bergisch Gladbach wurde umgehend von der Feuerwehr informiert. In enger Absprache mit dem Kanalbauamt wurde mit den Pumparbeiten begonnen. Unterstützt wurde die Feuerwehr von der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Technischen Hilfswerkes aus Bergisch Gladbach. Diese Fachgruppe verfügt über eine Großpumpe, die bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Der Einsatz an der Hauptstraße konnte für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Kanalbauamt erst gegen Mitternacht beendet werden. Zur Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet wurde ehrenamtliche Löschzug Stadtmitte der Feuerwehr Bergisch Gladbach gegen 21:30 Uhr zur Besetzung der verwaisten Feuerwache Nord alarmiert.

Gegen 20:50 Uhr kam es im Stadtteil Moitzfeld zu einem schweren Verkehrsunfall, wo die Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst erforderlich war. Auf der Straße „Moitzfeld“ kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Linienbus. Drei Personen mussten von zwei Notärzten und drei Rettungswagenbesatzungen behandelt werden. Alle drei Patienten wurden in örtliche Krankenhäuser verbracht. Bei der Rettung der Personen unterstützten die Kräfte der Feuerwache Süd. Zusätzlich traten größere Mengen Betriebsmittel aus den Fahrzeugen aus, die mit Unterstützung des Rufdienstes des Bauhofes abgestreut und mit einer Kehrmaschine aufgenommen wurden.

Gegen 3 Uhr in der Nacht wurde der Leitstelle noch ein Kleinbrand im Stadtteil Heidkamp von Bergisch Gladbach gemeldet. Die Feuerwache Nord kümmerte sich auch um diesen Einsatz.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach:

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach ist eine der größten Freiwilligen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften in NRW. Der Brandschutz in Bergisch Gladbach wird durch haupt- und ehrenamtliches Personal sichergestellt. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach beschäftigt derzeit 106 Beamte im mittleren, 10 Beamte im gehobenen, einen Beamten im höheren feuerwehrtechnischen Dienst sowie 6 Feuerwehrbeamte in der Ausbildung. Hinzu kommen rund 200 ehrenamtliche Angehörige der Feuerwehr. 25 Tarifbeschäftigte werden ausschließlich in der Notfallrettung und im Krankentransport eingesetzt, sowie wie 6 Mitarbeiter in der Verwaltung. Die Jugendfeuerwehr besteht aus rund 120 Mädchen und Jungen in 5 Gruppen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. In der Stadtmitte und in Bensberg befindet sich je eine ständig besetzte Feuer- und Rettungswache und in Refrath eine Rettungswache. Die fünf ehrenamtlichen Einheiten sind teils in den Feuerwachen und teils in eigenständigen Feuerwehrhäusern untergebracht. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach betreibt eine eigene Feuerwehrschule.

 

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