2. Nachtrag zum Pressebericht zum Großbrand bei der Firma Metsä Board Zanders GmbH in Bergisch Gladbach

Stand: 16.02.2013 – 16:50 Uhr

Zum aktuellen Zeitpunkt kann die Feuerwehr Bergisch Gladbach folgende abschliessende Informationen bekannt geben:

Die Öffnung der Seitenwand mittels Spezialgerät hat den erwarteten Erfolg gebracht. In der Nacht wurden ca. 200 Papierrollen aus dem Objekt verbracht und vorhandene Brand- und Glutnester durch Kräfte der Feuerwehr abgelöscht.

Zwischenzeitlich konnte die Sprühwasserlöschanlage der Halle abgeschaltet werden.

Zur Zeit befindet sich noch eine Gruppe der Feuerwehr Bergisch Gladbach vor Ort und stellt eine Brandwache. Das THW Bergisch Gladbach ist noch mit Pumparbeiten beauftragt.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach wird die Einsatzstelle in Kürze an die Werkfeuerwehr der Metsä Board Zanders GmbH übergeben.

Zur Brandursache verweisen wir auf die Ermittlungen der Polizei. Zum Schadenumfang verweisen wir an die Pressestelle der Metsä Board Zanders GmbH.

gez. HBM Elmar Schneiders, Pressesprecher Einsatzleiter StBI Jörg Huppatz

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Nachtrag zum Pressebericht von heute Morgen 06:39 Uhr zum Großbrand bei der Firma Metsä Board Zanders GmbH in Bergisch Gladbach

Stand: 15.02.2013 – 17:00 Uhr

Zum aktuellen Zeitpunkt kann die Feuerwehr Bergisch Gladbach folgenden Informationen bekannt geben:

Die bauseitige Löschanlage hat bestimmungsgemäß das Feuer mit einer Leistung von bis zu 22.000 Liter Wasser pro Minute bekämpft und die Ausbreitung des Feuers verhindert. Die Löschanlage ist seit Beginn des Einsatzes in Betrieb. Das Löschwasser wird durch die werkseitige Kläranlage aufgefangen. Eine Umweltgefahr durch das Löschwasser besteht somit nicht. Die untere und obere Wasserbehörde war vor Ort.

Die Aufgabe der Feuerwehr besteht darin, die Brand- und Glutnester, die nicht durch die Löschanlage erreicht werden können, im Innen- und Außenangriff abzulöschen.

Um einen massiven Schaumeinsatz über das Dach vornehmen zu können, wurde die Feuerwehr Köln mit einer speziellen Schaumkomponente (Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Köln mit einer großen Menge an Schaummittel und Spezialpumpen und 11 Einsatzkräften) an die Einsatzstelle nachgefordert. Um den Schaumangriff über das Dach der Halle vornehmen zu können wurde der Teleskopmast der Flughafenfeuerwehr Köln/Bonn alarmiert. Dieser Teleskopmast ermöglicht das Arbeiten in bis zu 52 Metern Höhe.

Mittels der Unterstützung der externen Kräfte wurde von 9:00 Uhr bis gegen 12:00 Uhr mit einer Förderleistung von 800 Litern pro Minute Schaummittel in die Halle eingebracht. Dieser massive Schaummitteleinsatz hat erheblich zum Löscherfolg beigetragen. Dennoch konnten vereinzelte Brand- und Glutnester noch nicht erreicht werden.

Nach Beratung durch einen Statiker und einer Fachfirma wird nun die Teilöffnung der Seitenwand auf einer Länge von ungefähr 7 Metern vorbereitet. Hierzu wurde ein so genannter Langarmbagger einer Spezialfirma aus Köln angefordert.

Nach Öffnung der Seitenwand wird ein Zugang zu den Brand- und Glutnestern erwartet, sodass das endgültige Ablöschen ermöglicht wird. Die weitere Einsatzdauer ist nach wie vor unbestimmt.

Das THW Bergisch Gladbach wurde beauftragt, die Einsatzstelle auszuleuchten. Bereits seit den Morgenstunden übernimmt das THW die Abpumparbeiten des Löschwassers.

Die Brandursachenermittler der Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises waren vor Ort.

Die Einsatzstelle wird aktuell mit 80 Einsatzkräften abgearbeitet.

gez. HBM Elmar Schneiders, Pressesprecher
Einsatzleiter StBI Jörg Huppatz

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Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde gestern Abend um 23:39 Uhr über eine automatisch ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Papierlager bei der Firma Metsä Board Zanders GmbH von Bergisch Gladbach informiert.

Aufgrund der Meldung wurden gemäß Alarm- und Ausrückeordnung die beiden hauptamtlichen Wachen Nord und Süd sowie ein Rettungswagen zu dem Objekt alarmiert.

Um 23:43 Uhr meldete ein Anrufer aus dem Bereich der Straße „An der Jüch“ starken Brandgeruch. Aufgrund dieser Meldung wurden umgehend die ehrenamtlichen Löschzüge Stadtmitte und Paffrath/Hand alarmiert und an die Einsatzstelle entsandt.

Bei Eintreffen der ersten Einheit an der ausgelösten Brandmeldeanlage konnte eine starke Rauch- und Hitzeentwicklung in einem Papierrollenlager festgestellt werden. Der Einsatzleiter löste umgehend Stadtalarm für die Feuerwehr Bergisch Gladbach aus. Die Rauchentwicklung „An der Jüch“ konnte schnell auf die Rauchentwicklung aus dem brennenden Papierlager zurückgeführt werden.

Die Lage in der ca. 70 x 30 Meter großen Halle stellt sich aktuell wie folgt dar:
In der Halle brennen eine unklare Anzahl von gelagerten Papierrollen (ca. 2 Meter Durchmesser). Diese Papierrollen sind bis auf eine Höhe von ca. 15 Meter gestapelt. Die bauseitig installierte stationäre Löschanlage (Sprinkler) hat ausgelöst und flutet den Lagerbereich mit bis zu 22.000 Litern Löschwasser pro Minute.

Zusätzlich zu den Einsatzkräften der Feuerwehr Bergisch Gladbach wurde die IuK-Gruppe (Information- und Kommunikation) des Rheinisch-Bergischen Kreises mit dem Einsatzleitwagen (ELW2) zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort alarmiert. Die Feuerwehreinsatzleitung wurde durch Führungskräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach, Kräften der Polizei und des THW sowie Mitarbeitern der betroffenen Firma gebildet. Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden ist ebenfalls an der Einsatzstelle vor Ort und wurde beratend in der Einsatzleitung tätig. Die Gesamteinsatzleitung wurde von Stadtbrandinspektor Frank Haag übernommen.

Das Stadtgebiet von Bergisch Gladbach wird laufend mit einem Messfahrzeug aus Bergisch Gladbach und Wermelskirchen kontrolliert. Mit den der Feuerwehr zur Verfügung stehenden Mitteln kann trotz der zeitweisen Geruchsbelästigung eine Gefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden.

Zwischenzeitlich wurde zusätzlich als überörtliche Hilfeleistung ein Fahrzeug der Feuerwehr Rösrath sowie der Löschzug Immekeppel der Feuerwehr Overath in Dienst gestellt.

Die Löscharbeiten dauern zur Zeit noch an. Die Einsatzdauer ist noch unbekannt. Über die weiteren Maßnahmen werden wir berichten. Die Pressestelle der Feuerwehr Bergisch Gladbach ist für Rückfragen unter der Rufnummer 02202 238-538 zu erreichen. Das betroffene Unternehmen ist wie folgt zu erreichen: Metsä Board Zanders GmbH, Dr. Ari Kiviranta unter 02202 15-4801.

Für die Feuerwehr Bergisch Gladbach wurde Stadtalarm ausgelöst. An der Einsatzstelle sind aktuell ca. 100 Einsatzkräfte im Einsatz.

gez. HBM Elmar Schneiders, Pressesprecher der Feuerwehr Bergisch Gladbach

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