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Der vergangene Freitag bescherte der Feuerwehr Bergisch Gladbach einen arbeitsreichen Nachmittag und Abend, wo das breite Spektrum der unterschiedlichsten Aufgaben der Feuerwehr deutlich wurden.

Kurz nach 12 Uhr wurde die hauptamtliche Wache Nord zu einem Rohrbruch einer Wasserleitung in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach alarmiert. Die Arbeit der Feuerwehr beschränkte sich auf die Sicherung der Einsatzstelle. Der Stördienst der GEW RheinEnergie wurde hier tätig.

Gegen 15:30 Uhr wurde die Unterstützung der Feuerwehr Wipperfürth im Oberbergischen Kreis erforderlich. Bei einem Gefahrguteinsatz wurden zusätzliche Chemikalienschutzabzüge benötigt. Diese wurden mit dem Gerätewagen Logistik an die Einsatzstelle in Wipperfürth verbracht.

Gegen 17 Uhr wurde bei einem Rettungsdiensteinsatz in der Gemeinde Kürten die Drehleiter bei der Feuerwache Süd bei der Rettung einer Person benötigt.

Um 17:21 Uhr kam es in der Theodorstraße im Stadtteil Hebborn nach einem Verkehrsunfall zu auslaufenden Betriebsmitteln, die von der den Einsatzkräften der Feuerwache Nord abgestreut wurden.

Gegen 17:30 Uhr wurde die Drehleiter der Feuerwache Nord im Stadtteil Herrenstrunden eingesetzt um eine Katze von einem Baum zu retten. Die Anrufer teilten mit, dass sich die Katze bereits seit 2 Tagen auf dem Baum befinden solle. Nach Eintreffen der Feuerwehr bekam die Katze aber offensichtlich so großen „Respekt“ vor der Einsatzkräften und stieg selbständig vom Baum. Um 18:10 Uhr wurde die Drehleiter wieder zu einem Tierrettungseinsatz im Stadtteil Sand von Bergisch Gladbach eingesetzt. Hier konnte die Drehleiterbesatzung eine Katze aus ihrer Zwangslage in einer Dachrinne befreien. Die Katze konnte wohlbehalten an den Eigentümer übergeben werden.

Um 18:55 Uhr wurden erneut die Kräfte der Feuerwache Nord zu einem Türöffnungseinsatz in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach alarmiert. Sie verschafften so den notwenigen Zutritt des Rettungsdienstes in eine Wohnung.

Gegen 19:30 Uhr kam es in Bergisch Gladbach zu einem kurzen aber heftigen Gewitterschauer. Der Deutsche Wetterdienst hatte rechtzeitig vor auftretenden Gewittern mit Starkregen gewarnt. Aufgrund der Wassermengen kam es im Bereich der Hauptstraße in der Stadtmitte zu einigen Überschwemmungen durch Regenwasser. Nach kurzer Zeit suchte sich das Oberflächenwasser aber seinen Weg in die Kanalisation.

An lediglich zwei Stellen an der Hauptstraße sammelte sich so viel Wasser, dass dieses mit technischen Mitteln abgepumpt werden musste. Es waren auch Kellerräume betroffen. Der Rufdienst des Kanalbauamtes der Stadt Bergisch Gladbach wurde umgehend von der Feuerwehr informiert. In enger Absprache mit dem Kanalbauamt wurde mit den Pumparbeiten begonnen. Unterstützt wurde die Feuerwehr von der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Technischen Hilfswerkes aus Bergisch Gladbach. Diese Fachgruppe verfügt über eine Großpumpe, die bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Der Einsatz an der Hauptstraße konnte für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Kanalbauamt erst gegen Mitternacht beendet werden. Zur Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet wurde ehrenamtliche Löschzug Stadtmitte der Feuerwehr Bergisch Gladbach gegen 21:30 Uhr zur Besetzung der verwaisten Feuerwache Nord alarmiert.

Gegen 20:50 Uhr kam es im Stadtteil Moitzfeld zu einem schweren Verkehrsunfall, wo die Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst erforderlich war. Auf der Straße „Moitzfeld“ kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Linienbus. Drei Personen mussten von zwei Notärzten und drei Rettungswagenbesatzungen behandelt werden. Alle drei Patienten wurden in örtliche Krankenhäuser verbracht. Bei der Rettung der Personen unterstützten die Kräfte der Feuerwache Süd. Zusätzlich traten größere Mengen Betriebsmittel aus den Fahrzeugen aus, die mit Unterstützung des Rufdienstes des Bauhofes abgestreut und mit einer Kehrmaschine aufgenommen wurden.

Gegen 3 Uhr in der Nacht wurde der Leitstelle noch ein Kleinbrand im Stadtteil Heidkamp von Bergisch Gladbach gemeldet. Die Feuerwache Nord kümmerte sich auch um diesen Einsatz.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach:

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach ist eine der größten Freiwilligen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften in NRW. Der Brandschutz in Bergisch Gladbach wird durch haupt- und ehrenamtliches Personal sichergestellt. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach beschäftigt derzeit 106 Beamte im mittleren, 10 Beamte im gehobenen, einen Beamten im höheren feuerwehrtechnischen Dienst sowie 6 Feuerwehrbeamte in der Ausbildung. Hinzu kommen rund 200 ehrenamtliche Angehörige der Feuerwehr. 25 Tarifbeschäftigte werden ausschließlich in der Notfallrettung und im Krankentransport eingesetzt, sowie wie 6 Mitarbeiter in der Verwaltung. Die Jugendfeuerwehr besteht aus rund 120 Mädchen und Jungen in 5 Gruppen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. In der Stadtmitte und in Bensberg befindet sich je eine ständig besetzte Feuer- und Rettungswache und in Refrath eine Rettungswache. Die fünf ehrenamtlichen Einheiten sind teils in den Feuerwachen und teils in eigenständigen Feuerwehrhäusern untergebracht. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach betreibt eine eigene Feuerwehrschule.

 

Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde heute Morgen um 8:34 Uhr von der Leitstelle der Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises über einen schweren Verkehrsunfall auf der Friedrich-Offermann-Straße im Stadtteil Bensberg in Richtung Rösrath-Forsbach informiert.

Die Leitstelle alarmierte aufgrund der Meldung umgehend die aufgrund des parallel laufenden Brandeinsatzes im Stadtteil Hand in Bereitschaft stehenden Kräfte der beiden Feuerwachen bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Bergisch Gladbach, den Einsatzführungsdienst 2 (B-Dienst 2) sowie Rettungsdienst und Notarzt an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle wurde ein verunfallter PKW neben der Fahrbahn auf dem Dach liegend vorgefunden. Der Fahrer war in dem stark deformierten Fahrzeug eingeklemmt und bedingt ansprechbar.

Mittels technischer Rettung wurde die Person in enger Abstimmung mit Notarzt und Rettungsdienst aus seinem Fahrzeug befreit. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eine weitere Person zum Zeitpunkt des Unfalles im Fahrzeug befand, wurde die Umgebung durch Einsatzkräfte der Feuerwehr abgesucht.

Gegen 9:00 Uhr konnte die eingeklemmte Person aus ihrem Fahrzeug befreit werden und mit schweren Verletzungen an den Rettungsdienst übergeben werden. Die weitere notärztliche Versorgung erfolgte vor Ort und der Patient wurde in ein örtliches Krankenhaus verbracht.

Gegen 9:30 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle konnte an die Polizei übergeben werden.

Ereignis:

  • Ort: Bergisch Gladbach – Bensberg
  • Datum: 04.05.2017
  • Zeit: 08:34

Lage: Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Folgen:

  • Schwerverletzte: 1
  • Sachschäden: Totalschaden eines PKW (Schadenhöhe geschätzt)

Eingesetzte Einheiten:

  • B-Dienst 2 (Einsatzführungsdienst)
  • Wache Süd
  • Rettungsdienst
  • LZ Bensberg

Personalstärke:

  • 8 Hauptamtliche Kräfte
  • 11 Ehrenamtliche Kräfte
  • 6 Rettungsdienst
  • Einsatzleiter: Bernd Schader (B-Dienst 2)

 

Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde heute Morgen um 04:49 Uhr per Notruf 112 über einen Wohnungsbrand in einem Einfamilienhaus in der Straße „Duckterather Weg“ im Stadtteil Hand von Bergisch Gladbach informiert. Der Anrufer teilte mit, dass aus den Fenstern schwarzer Rauch kommen solle.

Die Leitstelle alarmierte aufgrund dieser Meldung umgehend die beiden hauptamtlich besetzten Feuerwachen Nord und Süd, die beiden ehrenamtlichen Löschzüge Paffrath/Hand und Stadtmitte, den Einsatzführungsdienst (B-Dienst), den Leitungsdienst (A-Dienst), zwei Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der ersten Einheiten brannte das eineinhalbgeschossige freistehende Einfamilienhaus in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen aus allen Fenstern und dem Dach.

Durch Befragungen der Nachbarn durch den Einsatzleiter und Ermittlungen der Polizei konnte sehr schnell festgestellt werden, dass sich die Bewohnerin noch im Gebäude aufhalten müsste. Einer der beiden Hunde der 45-jährigen Bewohnerin konnte im hinteren Bereich des Hauses durch die Feuerwehr gerettet werden. Er wurde in die Obhut von Nachbarn gegeben.

Zur Unterstützung an der Einsatzstelle und zur Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet wurden im Verlauf des Einsatzes alle weiteren ehrenamtlichen Einheiten (Bensberg, Refrath und Schildgen) durch die Leitstelle in Dienst gestellt.

Die Gesamteinsatzleitung übernahm vor Ort der diensthabende A-Dienst, StBI Frank Haag.

Durch erheblichen Wassereinsatz über mehrere Rohre u.a. über zwei Drehleitern wurde das Feuer durch die Einsatzkräfte bekämpft. Ein Innenangriff konnte aufgrund der Brandausbreitung und der Einsturzgefahr des Dachstuhles nicht vorgenommen werden.

Gegen 6:15 Uhr konnte das Gebäude erstmalig im Erdgeschoss durch Einsatzkräfte betreten werden. Eine Stunde später konnte ein Trupp unter Atemschutz und Absturzsicherung in das Dachgeschoss vorgehen und Nachlöscharbeiten vornehmen. Gegen 7:45 Uhr wurde eine offensichtlich verstorbene Person im Dachgeschoss gefunden.

In enger Abstimmung mit der Polizei wurde die Leichenbergung vorbereitet. Aufgrund der Einsturzgefahr im Gebäude konnte auch dies nur unter Absturzsicherung des vorgehenden Trupps realisiert werden. Um 10:40 Uhr konnte dies abgeschlossen werden.

Die Einsatzstelle wurde gegen 11:00 Uhr an die Polizei übergeben werden, die den Brandort beschlagnahmte. Die Ermittlungen zur Brandursache und zur Personenidentifizierung sind bereits von der Polizei eingeleitet.

Das Gebäude ist durch den Brand voll zerstört und unbewohnbar. Der Kreisbrandmeister des Rheinisch-Bergischen Kreises machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Während des Einsatzes kam es um 06:05 Uhr, 07:01 Uhr, 07:15 Uhr und 08:34 Uhr zu weiteren Einsätzen für die Feuerwehr Bergisch Gladbach, die von den Wachbesetzungen in der Stadtmitte und Bensberg übernommen wurden. Bei den Einsätzen handelte es sich um dreimal um einen Fehlalarm einer Brandmeldeanlage und einmal (08:34 Uhr) um einen schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person im Stadtteil Bensberg von Bergisch Gladbach. (hierzu erfolgt ein gesonderter Pressebericht)

Ort: Bergisch Gladbach – Hand

Datum: 04.05.2017

Zeit: 04:49

Lage: Wohnhausbrand mit einem Brandtoten

Folgen:

  • Tote: 1
  • Sachschäden: Totalschaden eines Einfamilienhauses (Schadenhöhe geschätzt)

Eingesetzte Einheiten:

  • LZ Refrath
  • Wache Süd
  • B-Dienst 2 (Einsatzführungsdienst)
  • LZ Stadtmitte
  • Fachgruppe Versorgung
  • LZ Bensberg
  • A-Dienst (Leitungsdienst)
  • B-Dienst 1 (Einsatzführungsdienst)
  • LZ Paffrath/Hand
  • Wache Nord
  • Rettungsdienst
  • LG Schildgen

Personalstärke:

  • 13 Hauptamtliche Kräfte
  • 21 Ehrenamtliche Kräfte
  • 6 Rettungsdienst
  • Sonstige: Polizei, Stördienst GEW RheinEnergie

Einsatzleiter: Frank Haag (A-Dienst), Axel Merten / Klaus Peter Jung (B-Dienst)

 

 

Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde heute Morgen um 07:30 Uhr per Notruf 112 über einen brennenden Wohnwagen in der Straße „Am Kuhlerbusch“ im Stadtteil Gronau von Bergisch Gladbach informiert.

Die Leistelle entsandte aufgrund der Meldung umgehend die beiden hauptamtlich besetzten Feuerwachen Nord und Süd, den ehrenamtlichen Löschzug Stadtmitte, den Einsatzführungsdienst (B-Dienst) und einen Rettungswagen an die Einsatzstelle.

Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung ausgehend von dem Industriegelände „Am Kuhlerbusch“ ausmachen.

Bei Eintreffen brannte ein Lagerraum in voller Ausdehnung und das Feuer hatte bereits auf einen angrenzenden Wohncontainer übergegriffen. Die Alarmstufe wurde umgehend durch den Einsatzleiter auf „Feuer 4“ erhöht und der ehrenamtliche Löschzug Paffrath/Hand und der Leitungsdienst (A-Dienst) wurde ebenfalls alarmiert.

Aufgrund der starken Brandausbreitung bestand eine direkte Gefahr für die angrenzende S-Bahn-Linie. Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises informierte die Leitstelle der Deutschen Bahn und die Strecke wurde umgehend zwischen den Bahnhöfen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach gesperrt.

Eine Personengefahr konnte glücklicherweise ausgeschlossen werden und ein Löschangriff mit mehreren Rohren im Außenangriff vorgenommen werden. Es kam zusätzlich ein Wasserwerfer von der Drehleiter aus zum Einsatz. Zur Freischaltung der Stromversorgung des Gebäudes wurde der Stördienst der GEW Rheinenergie angefordert.

Gegen 9 Uhr war das Feuer soweit gelöscht, dass die Bahnstrecke wieder freigegeben werden konnte. Gegen 9:30 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Die Einsatzstelle wurde gegen 9:50 Uhr an die Polizei übergeben, die den Brandort beschlagnahmte. Sie hat die Ermittlungen zur Brandursache bereits aufgenommen.

Der Leitungsdienst (A-Dienst) machte sich ein Bild von der Lage vor Ort. Die Einsatzleitung lag bei Brandoberinspektor Gerd Haag.

Eingesetzte Einheiten:

  • LZ Paffrath/Hand
  • Wache Nord
  • A-Dienst (Leitungsdienst)
  • Wache Süd
  • Rettungsdienst
  • LZ Stadtmitte
  • B-Dienst 1 (Einsatzführungsdienst)

Personalstärke:

  • 15 Hauptamtliche Kräfte
  • 29 Ehrenamtliche Kräfte
  • 2 Rettungsdienst
  • Sonstige: GEW RheinEnergie

Einsatzleiter: BOI Gerd Haag

Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwache Nord wurde festgestellt das ein Kellerraum in einem Mehrfamilienhaus verraucht war. Die Bewohner befanden sich bereits vor dem Haus und waren zu keiner Zeit gefährdet. Ein Trupp ging unter Atemschutz und mit Hohlstrahlrohr in diesen Raum vor. Er fand einige glimmende Gegenstände vor die ins Freie gebracht und dort abgelöscht wurden. Der Kellerraum wurde anschließend gelüftet.

Die ebenfalls alarmierten Einsatzkräfte der Wache Süd und der ehrenamtlichen Löschzüge Paffrath-Hand und Stadtmitte mussten nicht mehr eingesetzt werden.

Eingesetzte Einheiten:

  • Wache Nord
  • LZ Stadtmitte
  • B-Dienst 1 (Einsatzführungsdienst)
  • Rettungsdienst
  • Wache Süd
  • LZ Paffrath/Hand

Personalstärke:

  • 15 Hauptamtliche Kräfte
  • 24 Ehrenamtliche Kräfte
  • 2 Rettungsdienst
  • Sonstige: Polizei
  • Einsatzleiter: Walter Tillenkamp
Ereignis:
  • Ort:    Bergisch Gladbach – Gronau
  • Datum:  06.04.2017
  • Zeit:   17:29
  • Lage:   Gemeldeter Kellerbrand

Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde heute Nacht um 04:11 Uhr über Notruf 112 von einer Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Heidkamp von Bergisch Gladbach informiert, dass ein Rauchmelder in einer Nachbarwohnung ausgelöst habe und laut piepsen würde.

Die Leitstelle entsandte aufgrund der Meldung umgehend die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswache Nord mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, einer Drehleiter, einem Tanklöschfahrzeug und einem Rettungswagen an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der Feuerwehr wurde das Gebäude von außen und innen erkundet. Über die Drehleiter konnte eine leichte Verrauchung der betroffenen Wohnung festgestellt werden. Da durch Klingeln und Klopfen an der Wohnungstüre keine Reaktion aus der Wohnung erfolgte entschied der Einsatzleiter die gewaltsame Öffnung der Wohnung durch Einschlagen eines Fensters über die Drehleiter. Der vorgehende Trupp stellte in der Küche einen Topf auf dem eingeschalteten Herd fest, von dem die Rauchentwicklung ausging. Bei der Kontrolle der Wohnung fanden die Feuerwehrbeamten den Bewohner der Wohnung schlafend vor. Dieser wurde geweckt und unverletzt ins Freie geführt.

Der Herd wurde ausgeschaltet und der Topf ebenfalls ins Freie gebracht und die Wohnung gelüftet. Ein Schaden an der Wohnung ist nicht entstanden.

Dem Rauchmelder und der aufmerksamen Nachbarin ist es zu verdanken, dass hier nichts Schlimmeres passiert ist. Aus dem vergessenen Topf auf dem eingeschalteten Herd hätte sich schnell ein Feuer entwickeln können.

Eingesetzte Einheiten:

  • Wache Nord
  • Rettungsdienst

 Personalstärke:

  • 7 Hauptamtliche Kräfte
  • 2 Rettungsdienst

Einsatzleiter: Ulrich Haag (C-Dienst Nord)

 

 

Nachdem die Feuerwehr Bergisch Gladbach bereits heute Vormittag fast zeitgleich mit zwei Einsätzen beschäftigt war, folgten heute Abend erneut zwei parallele Einsätze.

Um 18:23 Uhr kam es im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach zu einem schweren Verkehrsunfall im Bereich der Straße „Wickenpfädchen“. Gemeldet wurde der Leitstelle, dass ein Fahrer in seinem PKW schwer verletzt eingeklemmt und nicht ansprechbar sei. Aufgrund dieser Meldung alarmierte die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises umgehend die beiden hauptamtlich besetzten Feuerwachen Süd und Nord, den ehrenamtlichen Löschzug Refrath, den Einsatzführungsdienst (B-Dienst), den Leitungsdienst (A-Dienst) sowie Rettungsdienst und Notarzt an die Einsatzstelle.

Der Rettungswagen der Rettungswache West traf als erstes Einsatzmittel an der Unfallstelle eine und fand einen Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen vor. Ein Unfallbeteiligter wurde durch Ersthelfer bereits reanimiert. Die Reanimation übernahm umgehend das Rettungsdienstpersonal. Die ersteintreffenden Brandschutzkräfte des ehrenamtlichen Löschzuges Refrath unterstützten den Rettungsdienst und sicherten parallel die Einsatzstelle. Die beiden weiteren Fahrer der PKW waren nicht bzw. nur leicht verletzt – lehnten einen Transport ins Krankenhaus  aber ab. Der Patient konnte durch den Rettungsdienst soweit stabilisiert werden, sodass ein Transport in ein Krankenhaus möglich wurde. Die ebenfalls alarmierten Kräfte der Feuerwache Nord sowie der A-Dienst konnten den Einsatz abbrechen.

Allerdings wurde die Feuerwehr um 18:43 Uhr erneut per Notruf 112 über eine Gasausströmung in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Moitzfeld von Bergisch Gladbach informiert. Diesen Einsatz übernahm die einsatzbereite Feuerwache Nord, der ehrenamtliche Löschzug Bensberg. Der Einsatzführungsdienst übernahm den Einsatz in Moitzfeld von der Unfallstelle in Refrath aus, die Kräfte der Wache Süd folgten kurz danach ebenfalls. Parallel zur Feuerwehr wurde auch der Stördienst der RheinEnergie alarmiert, der ebenfalls unter Einsatz von Sonderrechten die Einsatzstelle in Moitzfeld anfuhr. Glücklicherweise stellte sich durch die Messungen der RheinEnergie, die vor der Feuerwehr eintrafen, heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Bei den beiden Einsätzen wurden insgesamt 15 hauptamtliche und 14 ehrenamtliche Kräfte mit 12 Fahrzeugen eingesetzt. Vom Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach waren 12 Kräfte mit 6 Fahrzeugen im Einsatz.

Somit waren bei den vier Einsätzen heute neben den diensthabenden hauptamtlichen Kollegen alle ehrenamtlichen Einheiten der Feuerwehr Bergisch Gladbach im Einsatz. Dieser Tag zeigt wieder, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehrfrauen und –männer in den fünf Einheiten der Feuerwehr Bergisch Gladbach für alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt ist.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach:

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach ist eine der größten Freiwilligen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften
in NRW. Der Brandschutz in Bergisch Gladbach wird durch haupt- und ehrenamtliches Personal
sichergestellt. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach beschäftigt derzeit 106 Beamte im mittleren, 10 Beamte im
gehobenen, einen Beamten im höheren feuerwehrtechnischen Dienst sowie 6 Feuerwehrbeamte in der
Ausbildung. Hinzu kommen rund 200 ehrenamtliche Angehörige der Feuerwehr. 25 Tarifbeschäftigte werden
ausschließlich in der Notfallrettung und im Krankentransport eingesetzt, sowie wie 6 Mitarbeiter in der
Verwaltung. Die Jugendfeuerwehr besteht aus rund 120 Mädchen und Jungen in 5 Gruppen im Alter
zwischen 10 und 18 Jahren. In der Stadtmitte und in Bensberg befindet sich je eine ständig besetzte Feuerund
Rettungswache und in Refrath eine Rettungswache. Die fünf ehrenamtlichen Einheiten sind teils in den
Feuerwachen und teils in eigenständigen Feuerwehrhäusern untergebracht. Die Feuerwehr Bergisch
Gladbach betreibt eine eigene Feuerwehrschule.